Jun 7, 2021
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Der Blog

Einfach mal bocklos sein

H

i, hier ist Tina!

Eigentlich bin ich ein Gute-Laune-Mensch. Aber kennst du das? Manchmal ist man doch richtig „bocklos“. Ich kann mich dann zu nichts aufraffen, bin schnell genervt, hab keine Lust, die Dinge in Angriff zu nehmen, von denen ich weiß, es wäre besser, sie hinter sich zu haben. Manchmal ist mir auch alles zu viel. Diese Zeiten, in denen sich alles ballt. Also, die einzelnen Sachen, die ich vorhabe, mag ich eigentlich, aber ich kann habe ich gar keine Lust mehr, etwas vorzuhaben, weil es in der Summe touch too much ist.

Und das Doofe ist, dass es mich irgendwie viel mehr nervt, DASS ich genervt bin als die Sachen selbst mich nerven – verstehst du, was ich meine? Also: einfach mal bocklos sein ist nicht wirklich möglich. Denn ich mag den Zustand nicht. Und ich kann den auch nicht gut aushalten. Aber was tue ich nun dagegen?

Ich merke, dass es mir hilft, das, was mich nervt, mit Gott zu besprechen. Ob ich das mündlich, in Gedanken oder in meinem Gebetstagebuch tue, ist eigentlich egal. Ich merke vor allen Dingen in diesen Zeiten auch, dass Gott für mich da ist, egal, wie ich mich fühle. Ich muss nicht eine bestimmte Laune haben, damit er etwas mit mir anfangen kann.

Dann tut es mir gut, mit meiner Familie und Freunden darüber zu reden. Sich einfach mal austauschen, merken, wo man vielleicht hängt, sich Anstöße holen, oder auch mal ein bisschen Verständnis, dass jemand sagt: „Kann ich gut verstehen, dass du darauf keine Lust hast.“ oder „Da wäre ich auch genervt!“ oder „Na komm, fang an, dann hast du es hinter dir…“ Und auch hiermerke ich, dass es guttut, ehrlich sein zu können, nicht immer gute Laune haben zu müssen. Auch, wenn ich wirklich keine schlechte Laune haben mag, wenn ich nicht bocklos sein mag – ich werde es nicht verhindern, dass es immer wieder mal so kommt.

Und manchmal – da muss man sich und seine Bocklosigkeit auch einfach ein bisschen oder auch ein bisschen mehr aushalten. Bocklosigkeit entschleunigt, hast du das schon mal gemerkt? Wenn ich mich nicht aufraffe, Sachen zu machen, die ich machen könnte, sitze ich eben einfach mal rum. Oderliege auf dem Sofa. Oder verschiebe alles auf morgen. Ist vielleicht manchmal gar nicht so ungesund…

Was schließlich aber das Totschlag-Argument gegen Bocklosigkeit ist, ist Dankbarkeit. Dankbarkeit für alles Gute, was Gott mir geschenkt hat und was mir im Leben alles möglich ist. Dankbarkeit für so vieles, was nicht selbstverständlich ist. Dankbarkeit dafür, dass ich reichbeschenkt bin. Denn dieser Reichtum hebt im Endeffekt jede Bocklosigkeit auf und inspiriert mich zu neuen Taten. Und dann muss ich mal überprüfen, ob meine Bocklosigkeit wirklich Bocklosigkeit ist – oder einfach Undankbarkeit. Und wenn ich eines noch weniger sein möchte als ein bockloser Mensch, dann ist es ein undankbarer…

 

Herzlichst,

deine Tina

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Diese Wocher beten wir für Landwirte - ein Dank geht raus an alle, die da draußen die auf den Feldern die Stellung halten. Wir beten für eine gute Ernte und um BEwahrung für euch!

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